Blisterzentrum

Als neueste Innovation verfügt die Apotheke zur heiligen Johanna seit dem Jahre 2008 über einen Verblisterungsautomaten. Sie ist eine Pionierin auf diesem Gebiet in Österreich. Damit können wir die Medikamente in Tagesdosierungen für unsere Kunden herstellen. Davon profitieren vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen.

Was ist Neuverblisterung, was verbirgt sich hinter diesem Begriff? In Pflegeeinrichtungen war es bisher ausschließlich Aufgabe des diplomierten Personals, für die PatientInnen die vom Arzt verordneten Medikamente, die diese täglich benötigen, vorzubereiten. Wie Sie sich vorstellen können, ist der Alltag auf einer Pflegestation oft mit erheblichem Arbeitsstress verbunden. Um dem Personal mehr zeitlichen Spielraum für seine wichtigste Tätigkeit, die individuelle Betreuung der Bewohnerin bzw. des Bewohners, zu ermöglichen, wurde der Gedanke geboren, die Arbeit des sogenannten “Einschachtelns” auszulagern. Fernab der Pflegeeinrichtung – in der Apotheke – wird die innovative patientengerechte Direktverblisterung durchgeführt. Dort befindet sich der Verblisterungsautomat. Alle für die Verblisterung notwendigen Daten, vor allem die ärztlichen Verordnungen mit genauen Dosierungen, laufen im Verblisterungszentrum digital zusammen, damit eine individuelle tagesgenaue Abpackung stattfinden kann. In der Apotheke werden unter Aufsicht des Fachmanns für Arzneimittel – dem Pharmazeuten – nach sorgfältiger Prüfung die einzelnen Medikamente in Dosiereinheiten, in kleinen Säckchen nach Datum und Einnahmezeitpunkt geordnet, vom speziell geschulten Team abgepackt. Der Apotheker gibt zuletzt die neu verblisterten Medikamente frei. Diese Methode ist in erster Linie für feste perorale Arzneiformen ausgelegt, also für Tabletten, Dragees oder Kapseln. Die oben beschriebenen Säckchen erhalten einen Aufdruck, der den Namen des Patienten, Versicherungsnummer und Geburtsdatum, die Station, Wohn- bzw. Hausgemeinschaft, den Namen der herstellenden Apotheke, den Medikamentennamen, die Stärke, die Darreichungsform, eine Beschreibung des Aussehens des Arzneimittels, wie Form, Farbe, sonstige besondere Merkmale sowie Anzahl, Blisterchargennummer und den genauen Zeitpunkt der Einnahme, enthält. Mit dieser Innovation, die eine erhebliche Verbesserung der Arzneimittelsicherheit darstellt, gelingt es dem Apothekenteam, die Anzahl der Medikationsfehler entscheidend zu minimieren. Die Einnahme wird transparenter und die sogenannte Compliance – die Übereinstimmung der ärztlichen Verordnung mit der tatsächlichen Einnahme – wesentlich erhöht.

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